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Reif für die Insel - Mallorca wir kommen

Bei leichtem Nieselregen ging es mit 20 Porsche am frühen Morgen bei Landsberg los Richtung Schweiz, natürlich über den Bernardino, nach Alessandria zu unserem ersten Zwischenstopp. Bei einem italienischem Buffet haben wir uns für die weitere Etappe gestärkt.

Am zweiten Tag stand die Weiterreise durch Italien und ein Abstecher durch Monaco auf dem Programm. Nach dem vorzüglichen Lunch in Mandelieu-la-Napoule war es der Plan, am Abend die Fähre von Toulon nach Alcúdia zu erreichen. Trotz Feierabendstau, einem streikenden 991 und einer ebensolchen Mautstation hat das 5 Minuten vor Torschluss gerade so geklappt. Puhh, geschafft - alle Fahrzeuge an Bord! Nachdem alle ihre Kabinen bezogen hatten, war für uns der Salon zum Dinner reserviert. Wir wurden zur Überraschung für unsere Teilnehmer vom Kapitän persönlich begrüßt, der uns für den nächsten Morgen zu einem Besuch auf die Kommandobrücke eingeladen hat.

Das war natürlich ein tolles Erlebnis, die Brücke zu besichtigen und die Technik aus erster Hand erklärt zu bekommen.
Nach dem Anlanden waren es nur noch knapp 50 km bis zur unserem Quartier im Hotel Melbeach in Canyamel. Ein ausgiebiges Frühstück wartete bereits auf uns. Am Nachmittag war nach über 1000 Kilometern leichtes Auslaufen angesagt - ein kleiner Spaziergang zur Höhle von Artà mit den faszinierenden Tropfsteinen. Am Abend gleich ein weiterer Programmpunkt mit der Besichtigung des Torre de Canyamel, der früher als Schutz- und Verteidigungsturm gegen Angreifer diente. Zum Abendessen war für uns das typische mallorquinische Spanferkel vorbereitet.

Am nächsten Tag ging es schon zur ersten Ausfahrt auf der Insel los. Erst nach Fornalutx, dem mehrfach prämierten schönsten Dorf Spaniens und danach auf die berühmte Strecke nach Sa Calobra. Der Krawattenknoten lässt grüßen. Eine tolle Strecke. Die Rückfahrt führte uns in der Abendsonne quer über die Insel zurück zu unserem Hotel.

Am Samstag war erstmal ein ruhiger Tag geplant. Ein paar Unermüdliche machten sich auf, um einen der schönsten Märkte der Insel in Santanyí zu besuchen. Am Abend wurden wir vom Busshuttle abgeholt und nach Carossa gebracht. Es erwartete uns der Sommelier mit vier besonderen Weinen von der Insel und anschließend ein ausgezeichnetes Menü auf der Terrasse des Hotels.

Für den Sonntag stand ein Bootsausflug auf dem Programm. Eine kleine Küstenrundfahrt auf dem Ausflugsschiff war ein lustiges Erlebnis - einschließlich dem Sprung ins kühle Nass am Ankerpunkt vor der Küste. Für den Abend war in unserem Hotel eine besonders leckere Paella vorbereitet, bei der die Sangria natürlich nicht fehlen durfte. Schon früh verschwanden alle in Ihren Betten, denn am nächsten Morgen sollte es etwas früher zur Ausfahrt losgehen.

Nach einem kleinen Frühstück um 6:30 Uhr standen alle Autos pünktlich aufgereiht am Treffpunkt. Über gut 50 km Landstraßen ging es zum Pass nach Cap de Formentor, hoch zum Leuchtturm. Und die Mühe hatte sich gelohnt. Wir waren fast alleine am nördlichsten Punkt der Baleareninsel angekommen, um die herrliche Aussicht zu genießen. Danach ging es wieder auf den schwungvollen Kurven hinunter nach Port de Pollenca, wo uns ein leckeres spanisches Frühstück mit Blick auf den Yachthafen kredenzt wurde. Die Autos durften wir in der Zwischenzeit auf der Hafenmole im Yachtclub abstellen. Nach der Stärkung starteten wir weiter in die Berge der Serra de Tramuntana zum Kloster Lluc. Der Wallfahrtsort bietet eine sehr schöne Basilica und am Gipfel des Kreuzwegs eine herrliche Ruhe und Aussicht. Die Rückfahrt führte uns noch über ein paar Kurven zurück nach Canyamel. Abends war dann BBQ in Capdepera im Hotel Creu de Tau angesagt - dem Schwesterhotel unserer Herberge.

Dienstag war dann schon der letzte Tag auf der Insel und es gab genügend Zeit das Hotel und den Strand zu genießen. Zwischendurch noch schnell die Autos tanken, hatten wir doch am nächsten Tag eine Tour durch Frankreich vor uns.
Als kleine Stärkung gab‘s am Nachmittag noch ein paar spezielle Tapas, bevor wir uns gemütlich auf den Weg zur Fähre machten. Das Chaos beim Warten auf dem Parkplatz zum Schiff sah spannend aus - am Ende hatten aber alle Auto auf der Fähre Platz und trotz der kompletten Zerstreuung unserer Truppe unter den rund 500 wartenden Autos fuhren wir zum Schluss gemeinsam auf die Fähre. Schnell wurden die Kabinen bezogen und um 22:00 Uhr gab es Abendessen. Diesmal weniger spektakulär als bei der Hinfahrt, aber lecker und wir waren alle satt.

Die Überfahrt war diesmal etwas bewegter als beim Hinweg, aber die Hafeneinfahrt am Morgen wieder ruhig. Pünktlich konnten wir das Schiff verlassen, um außerhalb von Toulon die Gruppe wieder zu sammeln. Schon nach 60 km hatten wir unseren Zwischenstopp zum Frühstück erreicht.
Aufgrund des schönen Wetters und des guten Zeitplans fassten wir den Entschluss die Autobahn gegen eine Bergstrecke via Alba und Asti durchs Piemont zu ersetzen. Eine tolle Strecke und wenig Verkehr, bis wir uns fragten, was uns das Hinweisschild ‚Tunnel ferme‘ eigentlich sagen will? Ja, Tatsache, die Straße war gesperrt und es gab keine Umfahrung. Also hieß es wieder zurück und dann eben doch die Autobahn. Und die Tankstellenpächterin, die wir mit unseren 20 Autos auf der Bergstrecke überfielen, hatte bei unserer Abfahrt ein breites Grinsen im Gesicht. Vermutlich hatte sie die ganze letzte Woche nicht so viel Benzin verkauft, wie in den 20 Minuten unseres Aufenthalts.
Aufgrund der leichten Verspätung wurde das Abschiedsdinner kurzerhand um eine halbe Stunde verschoben. Schließlich wartete ein Aperitif auf der Terrasse und ein ausgesprochen leckeres italienisches Menü auf uns.
Alle waren zufrieden und verabschiedeten sich mit Wehmut von den ereignisreichen Tagen. Schon gibt es neue Ideen. Wir könnten doch mal nach Schottland?

Ein tolles Teilnehmer-Team und eine tolle Tour.

Euer Orga-Team
Reiner und Rainer

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