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Nach langer und intensiver Vorbereitung ging es im September 2023 endlich los! Unsere 12-tägige Tour, die uns zunächst quer über die Schweizer Alpen nach Evian-les Bains am Genfer See, über die Route des Grandes Alpes an die Mittelmeerküste nach Menton, anschließend mit der Fähre nach Korsika und zurück ans italienische Festland führen sollte, um im PEC von Franciacorta zu enden, konnte nach einer einjährigen Vorbereitung schließlich starten.

Die Route des Grandes Alpes ist eine der berühmtesten französischen Panoramastraßen und besteht aus einer Vielzahl von Alpenpässen. Unsere Tour führte uns quer durch die französischen Alpen vom Genfer See bis an die Côte d’Azur nach Menton. Hierbei haben wir auf knapp 700 Kilometern Fahrtstrecke einen Höhenunterschied von 16.000 Höhenmetern absolviert und gut 600 Kilometern auf kleinen Seitenstraßen sowie knapp 70 Kilometer auf Nationalstraßen mit atemberaubenden Alpenpässen und Naturlandschaften genießen dürfen. Einige Teilstücke beinhalteten Etappen der Tour de France mit unerschöpflichem Fahrvergnügen. Besonders hervorzuheben waren der Col de I'Iseran mit seinen 2764 Höhenmetern, der zugleich der höchste Straßenpass in den Alpen ist, sowie der berühmte Col de Turini, einer der bekanntesten Pässe in den Seealpen und eine berühmte Rallye-Strecke.

Wir starteten am 12. September in der Schweiz mit 13 Teams. Das Roadbook leitete uns über den wunderschönen Furkapass auf 2429 Höhenmeter, der zugleich das Urserental im Kanton Uri mit dem Bezirk Goms im Kanton Wallis verbindet. Der Pass stellt zugleich die europäische Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Nordsee dar und wurde mit seiner prachtvollen Natur – nicht zuletzt durch das legendäre Hotel Belvèdère als Drehort für den James Bond 007 Kinofilm 

„Goldfinger“ in den 60er Jahren – bekannt. Es war also gleich zu Beginn der Reise ein Roadtrip der besonderen Klasse. Die erste Etappe endete in Evian-les-Bains am Genfer See im Hotel Hilton.
Bereits auf diesem Streckenabschnitt hatten wir mit der ersten Reifenpanne zu kämpfen, die aber durch Teamwork und tatkräftige Unterstützung des Porsche Zentrums Sierre behoben werden konnte.

Am 13. September ging die Reise weiter über Vacheresse, Combloux, Lac de Roseland, Val d'Isere nach Termingnon. In Combloux durften wir – in einem kleinen stilvollen französischen Traditionsrestaurant – zum Lunch ein liebevoll zubereitetes 3-Gänge-Menü genießen. Die Gastfreundlichkeit, aber auch das Menü selbst waren ein Genuss. Nach einem kleinen Spaziergang durch den Ort führte uns die Fahrt über den Cormet de Roseland (1968 m) nach Bourg-Sant-Marice zur dortigen Tignes-Talsperre. Die gigantische Bogenstaumauer galt während der Bauzeit als die größte Staumauer in Europa. Geprägt durch die faszinierenden Eindrücke, haben wir die 1. Etappe in den französischen Seealpen – bei durchwachsenem Wetter – mit unserer Ankunft im Hotel L'Quta erfolgreich abgeschlossen.

Am 14. September ging es dann auch gleich weiter über St. Jean d. Maurieune in die 2. Etappe. Mit einem Boxenstopp in der Auberge La Douce Montagne, verbunden mit einem kleinen Lunch, ging die Fahrt Richtung Briancon nach Embrun, wo wir am späten Nachmittag in unserer bereits gebuchten Hotelanlage la Robeyere diese Etappe mit einem gemütlichen und sehr stilvollen sowie luxuriösen Abendessen und sehr guter Stimmung beendet haben.

Am 15. September folgte zugleich die letzte und 3. Etappe unserer Alpenüberquerung. Die Fahrt ging über den Col de Cayolle (2.324 m) und den Col de Turini bis an die Côte d’Azur nach Menton. Im Restaurant L'Escapade Beuil erwartete uns mit dem Markenzeichen einer KUH ein Highlight der besonderen Art. Das Hotel liegt mitten in den Alpen, am Tor zum Nationalpark von Mercantour, ca. 80 Kilometer von Nizza entfernt und ist – sowohl für Motorsportler als auch für Sportler jeder Art – ein besonderer Treffpunkt. Die organisatorischen Fähigkeiten der Inhaberin, als auch das sehr reichhaltige und hervorragende Mittagsmenü, begeisterte uns nicht nur im Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern bereicherte unsere Gaumenfreuden nachhaltig. Ein Besuch in diesem Restaurant lohnt sich und ist sicherlich eine Empfehlung in den französischen Seealpen der besonderen Klasse. Die atemberaubende Fahrt über die wunderschönen naturbelassenen Alpenpässe – u. a. über den Col de Turini (1.607 m) – bot uns viele Highlights und ein pures Fahrvergnügen! Unsere Fahrt endete am Abend in Menton, im dortigen Hotel „Villa Genesis“. Die traumhafte Lage des Hotels (unmittelbar) an der französischen Riviera, verschaffte uns ausreichend (Frei-) Zeit, die Schönheiten der Region - vom Marché des Halles, einem stimmungsvollen Markt, über das Jean-Cocteau-Museum, die Basilika Saint-Michel und die Bastion am Meer - sowie die Reichtümer von Menton zu entdecken. Aber auch das ca. 10 Kilometer entfernte Monte- Carlo oder 21 Kilometer entfernte Nizza waren einen Ausflug wert! Das Meer – sowie das Casino de Menton und die Fußgängerzone – sind fußläufig in kurzer Zeit zu erreichen! Zudem befinden sich viele gastronomische Toperlebnisse (z. B. „Madame Bleue“) in unmittelbarer Nähe.

 

 

Am 18. September ging die Reise von Nizza aus mit der Fähre weiter nach Bastia/Korsika. Als wahrer „Miniatur"-Kontinent liegt die Insel

Korsika zweihundert Kilometer von der Côte d’Azur entfernt im Mittelmeer. Ihre atemberaubenden Landschaften und paradiesischen Strände machen die sog. „Insel der Schönheit“ zu einer der beliebtesten Reiseziele Frankreichs.

Mit knapp einer Stunde Verspätung starten wir die (Fähr-) Überfahrt von Nizza nach Bastia. ... doch zuvor wurde es nochmals spannend, nachdem eines unserer Fahrzeuge aufgrund technischer Probleme nicht mehr gestartet und insofern nicht in die Fähre einfahren konnte. In quasi letzter Minute konnten die Probleme – mittels eines Batteriestarterkits – behoben werden und die Einfahrt erfolgen. Noch während der Überfahrt wurde uns am Abend im Restaurant der Fähre ein 3-Gänge-Menü serviert. Nach unserer Ankunft in Bastia gegen 21 Uhr fuhren wir die nördliche Küstenstraße auf kürzester Strecke durch eine sternenklare Nacht in unsere Unterkunft, das Hotel Misincu in Cagnano. Dort angekommen, ließen wir den Abend in der mediterranen Abendstimmung der Hotelbar ausklingen.

Während des 3-tägigen Aufenthaltes in Korsika starteten wir eine Rundfahrt zum Cap du Corse und besuchten u. a. die Hafenstadt St. Florent. Saint-Florent liegt an der Nordküste Korsikas und wird oftmals auch wegen seiner kulturellen Schönheiten sowie seiner unverwechselbaren Einzigartigkeit mit Saint Tropez verglichen.

Trotz aller tollen Erlebnisse mussten wir aber auch einen defekten Reifen sowie einen technischen Defekt an zwei unserer Fahrzeuge verzeichnen. Leider konnte uns in beiden Fällen das Porsche-Zentrum in Bastia nicht helfen. Der Versuch, einen vergleichbaren Reifen – ob gebraucht oder neuwertig – auf der Insel zu erwerben, scheiterte ebenfalls. Letztlich musste das Fahrzeug mit einem defekten Reifen auf die Fähre verbracht 

werden. Ein neuer Reifen wurde schließlich – nach der Überfahrt – erst in Italien montiert.

Am 21. Septemberreisten wir mit der Fähre von Bastia nach Livorno/Italien weiter. Nach einer 4,5-stündigen Überfahrt übernachteten wir in Pisa, im dortigen Hotel Pisa Tower Plaza. Auch wenn das Hotel als 5-Sterne-Hotel ausgewiesen ist, so sind die Sterne bereits erheblich in die Jahre gekommen. Die Lage es Hotels sowie die Parkmöglichkeiten sind allerdings hervorragend.

Letztlich ging die Fahrt am 22. September – nach einer Sightseeingtour in der Altstadt von Pisa und dem Besuch des „schiefen Turms“, weiter nach Franciacorta ins dortige Hotel Relais Franciacorta. Hier wurde der Abend mit einem Gala-Dinner der besonderen Klasse und vielen reichhaltigen Köstlichkeiten sowie einem mehrgängigen Menü, köstlichen Weinen und brillanter Gesprächsatmosphäre abgeschlossen, bevor wir am nächsten Tag im Porsche Experience Center die gemeinsame Reise beendet haben. Im PEC gab es aber zum Abschluss noch eine umfassende Führung mit anschließendem Lunch im dortigen Restaurant „Speedster“. Darüber hinaus wurde uns die Möglichkeit eröffnet, unsere Porsche für eine Foto-Session in die Poleposition vor dem Haupteingang des PEC zu platzieren, bevor wir uns endgültig verabschieden mussten und die individuelle Heimreise angetreten haben.

Die Reise war – bei zumeist schönem Wetter, einer fantastischen Stimmung, tollen Strecken bzw. Naturlandschaften, einem Spitzenteam sowie vielen unvergesslichen kulinarischen Höhepunkten – ein voller Erfolg!

Euer Orga.-Team Reiner & Rainer